Das Klima am Gardasee

Milder Frühling, ein intensiver Sommer und ein goldener Herbst - das Klima am Gardasee verführt zum Urlaub am interessantesten, farbenprächtigsten Alpenrandsee.

Bei Durchschnittsjahrestemperaturen von 12 bis 13 Grad ist das Klima am Gardasee außerordentlich mild. Seine Ufer prangen im reichsten Schmuck südlicher Vegetation (Oliven, Feigen, Mandeln, Zitronen und natürlich der weltweit berühmte Wein); eine unmenge Fische (Forellen, Lachse, Karpfen, Aale), mit denen ein bedeutender Handel getrieben wird, beleben sein Wasser.

Das auch im Sommer der See von plötzlich von Westen her aufkommenden starken Gewittern mit sintflutartigen Wolkenbrüchen kurz durchgeschüttelt wird, ändert nichts daran das die Gardasee-Region keine regenreiche Gegend ist. Schneefälle im Winter sind sehr selten und werden bei den Italienern kaum als Winter wahrgenommen.

1709 soll der Gardasee einmal zugefroren sein. Braucht der im Winter abkühlende See bis in den Juni, um sich richtig zu erwärmen, so ist die Wassertemperatur bis spät in den Herbst hinein angenehm.

 

   
 

Seismische Bewegungen ereignen sich zuweilen und insbesondere auf der Seite des Monte Baldo. Auch die warmen Quellen um die Halbinsel Sirmione zeugen von dieser Lage.

Berühmt ist der Gardasee für die wechselnde Färbung des Wassers und seine Klarheit und Durchsichtigkeit, welche bis zu 14 m unter den Wasserspiegel schauen lässt. Der See ist fast immer etwas bewegt und nur selten glatt. Prachtvoll in türkisblau zeigt sich das Wasser bei schönem Wetter unter dem azurblauen Himmel mit der herrlichen landschaftlichen Vegetation.

 

Sehr stark ist die sommerliche Verdunstung, doch kommen die so verlorenen Wassermengen mit den Regentagen im Spätherbst wieder zurück. Auch zur heißesten Zeit bringen regelmäßige Winde und Gewitter die oft angenehme Abkühlung. Bis hinauf zum Kalterer See im Überetscher Gebiet von Südtirol verspürt man die bei Schönwetter regelmäßig zur Mittagszeit einsetzende „Ora".

 

Andere Winde am Gardasee sind der nordwestliche Aufwind „Sover", der von Riva abwärts gegen Punta San Vigilio bläst und der über das untere Seebecken streichende Südwind „Ander". Ebenso wehen ziemlich häufig Winde in einzelnen Seeabschnitten. Unregelmäßig kommt, meist für die Dauer von 3 Tagen, im östlichen See der heftige „Bali" auf und plötzlich entstehende, oft bis zu Stürmen anschwellende Winde, die „Reffoli" heißen, bewegen den Gardasee wie ein Meer im Sturm; schon Vergil hat dies in seiner Georgica geschildert.

 

Strömungen zeigt der See nicht allein infolge der einmündenden Flüsse und Bäche und am Ausfluss des Mincio, sondern auch unter Wasser; die Fischer bezeichnen diese veränderlichen und verschieden starken Strömungen als „corrif".

Für Schwimmer und Segelsportler ist das Wissen um diese Winde und Wasserbewegungen wichtig; sie müssen auch daran denken, dass bei bestimmten Wetterveränderungen am Gardasee enorm schnell heftige Stürme aufkommen können die auch kleinere Schiffe kentern lassen können.

 

   
 

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