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Die Luft war schwül und die Soldaten schwitzten in ihren Uniformen und konnten nicht damit rechnen das an diesem Tag einer der blutigsten Schlachten der italienischen Geschichte beginnen würde. In den Vormittagsstunden ertönte dann doch das Signal zum Angriff.
An diesem 24. Juni sollten in den Feldern von Solferino und San Martino 40.000 Soldaten in einer mörderischen Schlacht auf zum Teil grausame Weise ihr Leben verlieren und über 85.000 Soldaten verletzt werden.
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Hier fand am 24. Juni 1859 die Schlacht statt |
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Auf zwei Sektoren wurde gekämpft. Im Norden bei San Martino startete die 4. sardinische Division unter Vittorio Emanuele und stieß die österreichischen Armeekorps unter Benedek immer wieder zurück. Im Süden kam Napoleon in Höhe der Burg von Solferino mit der 4. Division seiner Garde zum stehen. Das heftige Gewitter am Nachmittag tobte genau über dem Schlachtfeld und richtete sich auch noch gegen das sowieso schon zahlenmäßig unterlegene Heer der Österreicher. Der Ort Madonna della Scoperta lag genau zwischen diesen beiden Schlachtfeldern und war von besonderer Bedeutung da hier das siegreiche Eingreifen der Sarden die Kampfeinheiten von San Martino und aus Solferino beherzt unterstützte.
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285.000 Soldaten kämpften in der Schlacht |
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In den Abendstunden war das Heer von Kaiser Franz-Joseph entgültig geschlagen. In der Überlieferung heißt es das Blut der Toten und Verletzten färbte die durch das Gewitter aufgeweichte Felder und Weinberge blutrot.
Das Risorgimento (Wiedererhebung) ist das Ereignis was in die Geschichtsbücher eingeht. Die Zeitung "II Risorgimento" die 1848 von dem Grafen Benso di Cavour (1810 - 1872) gegründet wurde, gab der Wiedererhebung ihren Namen. Mit Frankreich als Verbündeten gelang es Ihm die italienische Wirtschaft anzukurbeln und mit den Franzosen letztendlich die große Schlacht 1859 gegen Osterreich zu gewinnen. Das war der Weg der Italien in die Unabhängigkeit führte.
Von 1815 bis zur Eroberung von Rom im Jahre 1870 dauerte diese schreckliche Epoche der italienischen Geschichte.
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Die Karte der Schlachtfelder |
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In dieser Zeit gab es noch keine Versorgung der Verwundeten. Überall auf den Wiesen, Feldern, Straßen und Gräben lagen die 40.000 Toten und 85.000 verwundete. Es war zu der Zeit völlig normal das die Verletzten sich selbst überlassen waren. Soldaten die von Kugeln und Granat-Splitter verletzt wurden, blieben dort liegen wo sie umgefallen waren und Ihnen wurden oftmals noch durch die Räder der schweren Geschütze die Arme und Beine beim überrollen zermalmt. Hilflos und ohne Unterstützung waren die Verwundeten oftmals auf sich selber angewiesen und starben genau so oft an íhren Wunden die sich rasch entzündeten.
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Das Schlachtfeld am Abend des 24. Juni 1859 |
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Diese schreckliche Schlacht war es die den Schweizer Henri Dunant (1828 – 1910) inspirierte eine Gesellschaft zu gründen die dafür sorgen soll das in den zukünftigen Schlachten der Welt zumindest dafür gesorgt wird das die Verwundeten durch einen vernünftigen Sanitätsdienst versorgt werden.
Er war es der spontan eine Hilfsorganisation ins Leben rief und mit freiwilligen Helfern die Versorgung der Verwundeten von Solferino organisierte.
Henri Dunant organisierte Verpflegung und Medikamente für die 80.000 Verletzten und stand den sterbenden in ihren letzten Stunden bei.
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Henri Dunant (1828 - 1910) |
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Notdürftig ausgestattet ging er mit seinen Helfern auf das Schlachtfeld wo die Verwundeten ziellos umherirrten. Es war ein schreckliches Bild des Grauens was er mit seinen Helfern zu sehen bekam. Überall Blut und Leichen, verwundete schrieen und stöhnten vor Schmerzen.
Zum Teil waren die offenen Wunden schon entzündet so das die betroffenen es nicht mehr aushielten vor Schmerzen und darum baten, sie doch umzubringen und sie so zu erlösen.
Dieses unsägliche Leid der Verletzten, die von Ihren Kameraden im Stich gelassen wurden erschütterte die freiwilligen Helfer von Soferino.
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Freiwillige bei der Vorsorgung von Verletzten |
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Henri Dunant beschloss darauf hin eine Gesellschaft zu gründen die in Friedenszeiten freiwillige zum Sanitätsdienst ausbildet und die dann in Kriegszeiten als neutrale Helfer den Verwundeten helfen sollen.
Nach seiner Rückkehr in die Schweiz gründete Henri Dunant mit dem Bankier Gustave Movnier, General Guillaume-Henri Dufour und den Ärzten Louis Appla und Théodore Maunoir das "Internationale Komitee der Hilfsgesellschaften für Verwundetenpflege"
Das Rote Kreuz war geboren.
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