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Wissenswertes rund um den Gardasee

 

 


Der Gardasee, italienisch Lago di Garda, der römische Lacus Benacus, ist einer der interessantesten, farben- prächtigsten Alpenrandseen. Er hat eine Gesamtoberfläche von 369,97 km² und die Länge beträgt 51,6km, die Breite 17,2km. Die tiefste Stelle liegt bei Campione del Garda und beträgt 346m. Die durchschnittstiefe ist 140m.

 

Der "Gardasee"

Seine Ufer prangen im reichsten Schmuck südlicher Vegetation (Oliven, Feigen, Mandeln, Zitronen und natürlich der weltweit berühmte Wein); eine Unmenge Fische (Forellen, Lachse, Karpfen, Aale), mit denen ein bedeutender Handel getrieben wird, beleben sein Wasser, das bei den nicht seltenen Stürmen und Gewittern so manch einem Boot gefährlich werden kann.

Gletscher haben Täler tief ausgehobelt (Glaziale Übertiefung) und Talausgänge mit Moränenmaterial verschüttet. In der Eiszeit entstanden sind die oberitalienischen Seen. Der größte von ihnen ist der Gardasee. Felszeichnungen aus der späten Eiszeit sind Zeitzeugen der späten Eiszeit. Sie wurden in San Viglio (
Garda Richtung Torri del Benaco) gefunden. In der Bronzezeit (ca. 2000 v. Chr.) wurde der See an seinen Ufern besiedelt. Seinen Namen bekommt der See 200 v.Chr. als die römische Provinz <<Gallia Cisalpina>> ausgerufen wurde. Von nun an heißt der See <<Benacus>>. Ab 800 n.Chr.  wird er als << Lago di Garda >> eingetragen, eine abgeleitete Benennung von << Lago Benaco >>. Er liegt 65 m über dem Meeresspiegel des Adriatischen Meeres. Riesige Gletscherschliffen, in Gletschermühlen können an der Strasse von Nago nach Torbole noch heute besichtigt werden. Die Größten, die << Marmitte die Giganti >> (Kessel der Riesen) genannten Gletschertöpfe zeigen sich hier in ihren gigantischen Ausmaßen. (Riesige Höhlen, die das Schmelzwasser am Ende der Eiszeit in den Stein wusch)

Anhand der Oberflächenform der Gebirge rund um den Gardasee mit seinem Übergang vom Gebirge zur oberitalienischen Tiefebene erkennt jeder noch heute die Auswirkungen der Eiszeit.

Der schon fast fjordartige Charakter des oberen Gardasees, mit seinen oben hängenden Schultern der Trogtäler mit ihren Querstufen, die in steilwandige Schluchten eingeschliffenen  Bächen und Wasserfällen halten die Geschichte an seine Entstehung vor vielen Jahrtausenden wach. Im Nordteil rahmen 42 km lang im Osten der Gebirgszug des
Monte Baldo und im Westen die Tremalzo-Pizzòcolo-Gebirgskette den See ein.

Gegen Süden ragt dieser hinein in den Moränenwall am Nordrand der oberitalienischen Tiefebene, der ihn wie ein Amphitheater umgibt. Im Osten breitet sich nach der Bucht von
Garda zwischen See und Etsch eine bewegte Moränenlandschaft, im Süden erstreckt sich zwischen Peschiera und Desenzano die fruchtbare Moränengegend. Die im Westen noch wenig berührt liegende Uferlandschaft zwischen Desenzano und Salò mit intensiver Wein- und Olivenkultur heißt Vatènesi.

Unter dem Einfluss der Scaliger (12. und 13 Jahrhundert) fingen die Städte um den Gardasee an aufzublühen. Auch die meisten der faszinieren Burgen stammen aus dieser Zeit.

 

Die fünf Inseln im Gardasee

5 kleine Inseln und Klippen befinden sich Gardasee. Die größte von ihnen, die Insel Externer Link <<Isola di Garda>>, ist 1100m lang und ca.  60m breit. Im Jahre 788 nach Christi schenkte Karl der Große dem Kloster San Zeno in Verona die Insel auf der Franz von Assisi im Jahre 1220 ein Kloster baute. Auf der Insel, die heute Privatbesitz ist,  befindet sich die Villa des Fürsten <<Borghese>> eingerahmt in einen wunderschönen Park.

 

Etwas weiter südlich ragen die Klippen <<Scogli dell Altare>> aus den Fluten. Vor der Punta Belvedere bei Manerba findet man die Insel <<Isola San Biagio>> (St.Blasius-Insel). Südlich von Malcesine finden Sie die kleine Insel <<Isola dell Olivio>>. Die Insel <<Isola Sogno>> (Trauminsel) können Sie vor Val di Sogno ausfindig machen. Die Sternriffe <<Scogli della Stella>> brechen vor Punta S. Vigilio das Wasser des Gardasees. Die einst befestigte Insel <<Isola Trimelone>> liegt zwischen Assenza und Cassone.

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