Überragt vom Monte Denervo (1495 m) liegt Gargnano malerisch am Westufer des Sees. Zum Hauptort gehören noch 12 kleinere Ortschaften am See, in Hanglage und im Hinterland, die alle durch gutausgebaute Panoramastraßen zu erreichen sind.
Am Hafen und entlang der schönen Promenade befinden sich kleine Cafés und Restaurants.
Gargnano, das zwar schon im 9. Jahrhundert erwähnt wurde, erlangte erst in den 40er Jahren Berühmtheit; denn hier in der Villa Feltrinelli wohnte 1943 Mussolini, als er über die kleine Republik Salò "herrschte".
Sehenswert sind die St. Franziskus Assisi Kirche (1289) und die St. Martino-Pfarrkirche.
Wenn Sie es zeitlich einrichten können, sollten Sie einen Spaziergang zum idyllisch gelegenen Idrosee durch das wildromantische Gebirgstal Valvestino unternehmen.
Der Kurort bestand schon seit der Römerzeit. Im Jahr 973, nach dem Überfall der Barbaren, schenkte ihm der Bischof von Erprando den Kirchensitz in Verona. Nach der Ankunft vom Heiligen Francesco von Benaco erbauten seine Anhänger im 12. Jahrhundert ein Kloster. Etwas später - 1288 - errichteten sie eine Kirche mit einem herrlichen Portal, die dem Heiligen Francesco gewidmet wurde.
Die Klosterkirche wurde mit den Materialien eines vorher bestehenden Romanischen Gotteshauses errichtet. Im Jahr 1331 unterstellte Giovanni von Böhmen Gargnano der Familie Castelbarco. Während der venezianischen Herrschaft von 1427 - 1797 wurde Gargnano Teil dieser "Magnifica Patria" und gleichzeitig "Hauptstadt" der umliegenden Dörfer. Gargnano wurde im 17. Jahrhundert durch die Familie Bettoni bekannt, die eine wunderschöne Villa in Bogliaco erbauen ließ.
Auch die Familie Feltrinelli hat sich mit ihren sozialen Einrichtungen (Krankenhaus, Kindergarten usw.) in Gargnano verdient gemacht. Die Villen von Feltrinelli haben Mussolini und seine "Republica von Salò" beherbergt. In der Nähe von Gargnano lebte lange Zeit der englische Schriftsteller D.H. Lawrence. Viele seiner Werke sind von Land und Leuten geprägt.