|
Häufig gibt es starke Strömungen zwischen Malcesine und Limone sowie zwischen Gargnano und San Vigilio, die „Corrivio" genannt werden. Besonders nach starken Regenfällen treten sie entlang der Küste auf und können eine Geschwindigkeit von bis zu fünf Knoten erreichen. Ihre Anfangsrichtung behalten sie immer bei und dauern zwei bis drei Tage an. Ein ähnliches, aber weniger starkes Phänomen zeigt sich zwischen Torri und Lazise. Eine sehr starke Strömung befindet sich zwischen San Vigilio und dem Felsen La Stella, in einem schmalen Korridor von Osten nach Westen. Boote sollten ihn meiden. Im unteren Gardaseebecken ist der Corricio fast nicht mehr spürbar und verliert südlich vom Lazise seine Wirkung. |
| |
Die Strömungen aus einer Höhe von 400m fotografiert |
|
|
|
Die Strömungen sind nur selten an der Oberfläche sichtbar und sie bewegen sich meistens entgegen der Wellenbewegung. Die Strömungen mit ihrer ausgleichenden Funktion folgen hauptsächlich der Längsachse des Sees. Wenn die Winde die Gewässer in eine bestimmte Richtung gedrängt haben, wirkt die Strömung in Gegenrichtung, um das Gleichgewicht wieder herzustellen. Auch die Bewegung der Wassermassen verschiedender Temperatur und Dichte sowie die verschiedenen Tiefen der beiden Gardaseeküsten tragen zur Bildung der Strömung bei. Das westliche Becken erreicht eine Tiefe bis zu 350 m, das östlich nur 80 m. |

| |
Durch die Computerverfremdung sind hier die Strömungen sehr gut zu sehnen |
|
|
|
Wer ein Boot fährt, sollte sich im Klaren sein, dass das Seegewässer einer schwingenden Wechselbewegung ausgesetzt ist, die sich besonders an den gegenüberliegenden Küsten bemerkbar macht. |
|